Vom Olympiasieger zum Missen-König: Donghua Li, 40, organisiert die erste Miss-Asia-Wahl in der Schweiz – gemeinsam mit Asianet: «Bei uns leben so viele schöne Asiatinnen. Sie verdienen eine Krone.»
Beim Fototermin posieren die 18 Kandidatinnen mit dem Kunstturn-Weltmeister vor einer der prachtvollsten helvetischen Kulissen: dem Titlis. Die meisten der jungen Beautys sind in der Schweiz aufgewachsen. Einzig manche ihrer Hobbys erinnern an die alte Heimat: Karate, Tempeltanz, Akrobatik.
Die Mongolin Erdenesuvd Baterdene, 18, trat schon als Schlangenmensch auf. Als Kind hat sie eine Zirkusschule besucht. Jetzt in Bern eine Lehre als Verkäuferin abgeschlossen. «Verknoten werde ich mich bei der Miss-Wahl aber nicht.»
Die Schönheiten präsentieren sich am 18. Oktober im Grand Casino Basel. Könnte das für Donghua Li eine Gelegenheit sein, nach einer neuen Liebe Ausschau zu halten? Vor Kurzem hat er sich von seiner Freundin getrennt. «Nein, ich bin seit ein paar Wochen schon wieder in festen Händen», sagt er. «Sie ist Chinesin, aber keine Miss-Asia-Kandidatin.»
Auch heute besuchen wir wieder einen unserer ehemaligen Olympiasieger bei sich zu Hause. Diesmal: Donghua Li.
Kaum ein anderer hat für diesen Erfolg so viel auf sich genommen, wie der gebürtige Chinese. Kein Wunder, dass die Goldmedaille sein grösster Stolz ist.
Während der Olympischen Spiele wird er Stargast der grössten Talk-Show im chinesischen Staatsfernsehen sein, einer Sendung mit mehr als 100 Millionen Zuschauern. Es macht ihn glücklich, dass er nun nach fast zwanzig Jahren als Vermittler zwischen seinem neuen und seinem alten Heimatland auftreten kann. Dass er als Botschafter akzeptiert ist und Einfluss nehmen kann.
Ein persönliches Interview mit Olympiasieger Donghua Li. Der in China geborene Turner erzählt von seinem Leben, seiner Karriere und seinem Entscheid, ein Leben in der Schweiz jenem in China vorzuziehen.