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08.08.2008

'China will zeigen, dass es eine starke Nation ist''

''China will zeigen, dass es eine starke Nation ist''
Unvergessen: Donghua Li freut sich in Atlanta über seine Goldmedaille - und die Schweiz jubelt mit.
 

Kaum eine Schweizer Sportler kennt China so gut wie Donghua Li. Der Olympiasieger von 1996 spricht im sport.ch-Interview über dessen Chancen und Ziele bei der Olympiade. Als Attaché für Swiss Olympic schaut auch auf die Schweiz...

sport.ch: Sie sind in China geboren und aufgewachsen, kamen dann 1989 in die Schweiz und gewannen für Ihre neue Heimat die Goldmedaille in Atlanta 1996. Nun sind Sie als Attaché für Swiss Olympic in Peking. Wie fühlt sich diese Rückkehr in die alte Heimat an?

Donghua Li: Sie ist schon sehr speziell. Meine Eltern wohnen hier, auch viele Verwandte und Freunde. Ich habe mich sehr gefreut, sie zu treffen und mit ihnen essen gehen zu können.

Sind sie also jetzt zuhause?

Ja und nein. China ist meine alte, die Schweiz meine neue Heimat - in beiden Ländern fühle ich mich sehr gut aufgenommen.

Welche sind Ihre Aufgabenbereiche als Attaché?

Ich bin nun seit drei Jahren für Swiss Olympic tätig. Viel Vorbereitungsarbeit liegt hinter uns, schliesslich wollten wir für die Schweizer Delegation alles so perfekt wie nur möglich planen. Dabei konnte ich mich sehr gut einbringen, kenne ich doch China sehr gut. Schliesslich konnte ich auch den Athleten einige Tipps geben, so zum Beispiel der Kunstturnerin Ariella Käslin: Dabei ging es vor allem um die mentale Vorbereitung auf den so wichtigen, bald folgenden Wettkampf. Nun geht es hier in Peking noch um die letzten Details: Falls etwas Unvorhergesehenes passiert oder jemand der Delegation Hilfe benötigt, bin ich da.

Ist bereits etwas Ungeplantes passiert?

Bei der Ankunft der Beachvolleyballer gab es Probleme, da sie nicht in den vorgesehenen Trainingsplatz einziehen konnten. Zum Glück fanden wir aber schnell eine Lösung.

Schweiz und China sind zwei sehr unterschiedliche Länder. Welche Unterschiede sind der Delegation nach der Ankunft ins Auge gestochen?

Es sind zwei komplett andere Länder - Kultur und Mentalität sind unterschiedlich. Darauf waren aber auch alle eingestellt. Überraschend waren kleinere Details: So ist es beispielsweise draussen sehr heiss - in der Kantine des olympischen Dorfes allerdings sehr kalt. Die Klimaanlage zwingt die Athleten, jeweils im Pullover zu essen.

Wie erleben die Chinesen die bevorstehenden Olympischen Spiele?

Es ist eine grosse Begeisterung zu spüren. Alle bemühen sich sehr, es gibt eine riesige Anzahl von Freiwilligen. Die Vorfreude ist riesig.

Dennoch wird auch immer wieder Kritik laut, die sich an den Staat richtet. Nun scheint alles Friede, Freude, Eierkuchen zu sein - aber was ist nach den Olympischen Spielen?

Peking 08 ist eine grosse Chance für das ganze Land. Einiges kann und muss verbessert werden, die Themen sind gegeben: Einhaltung der Menschenrechte, Klimaschutz, Armut, Bildungsungleichheit, usw. Ich hoffe sehr, dass eine Nachhaltigkeit da sein wird.

Wie hat sich China seit Ihrer Auswanderung vor knapp 20 Jahren verändert?

Das Land hat sich geöffnet, es ist nicht mehr vergleichbar mit dem China, in dem ich gelebt habe. Damals empfanden Chinesen die Touristen und Ausländer wie Leute eines anderen Planeten - heute kennt man deren Kultur und Denkweise viel besser.

Chinas Ziel ist es, im Medaillenspiegel Platz 1 zu belegen - dabei stellt es die grösste Athletendelegation aller Länder. Warum ist China eine derartige Sportmacht?

China will Europa und Amerika zeigen, dass es ein starke Nation ist. Dabei wurden bereits vor vielen Jahren grosse Anstrengungen unternommen, um später in Peking am meisten Medaillen zu holen - das wäre beste Werbung für das Land. Dazu kommt, dass mit der Aussicht auf die Olympischen Spielen viele Athleten sehr motiviert waren: Die Aussicht auf Ruhm und Geld ist sehr verlockend.

Was denken Sie: Wird China tatsächlich im grossen Stil abräumen?

Die Chancen sind gut, allerdings ist die Konkurrenz mit den USA und Russland gross. Das grösste Plus haben die Chinesen im Kunstturnern: Ich denke, dass hier mehr als die Hälfte aller Medaillen gewonnen werden.

Und was liegt für die Schweiz drin?

Ich finde es erstaunlich, dass die Schweiz mit nur sieben Millionen Einwohnern derart viele gute Sportler hat. Ich werde die Daumen drücken und hoffe, dass die eine oder andere Medaille geholt werden kann.

Von Mathias Germann

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